Login für Aussteller

05. April 2016

E-world Kongress 2016 – Wissensaustausch zur Zukunft der Energiewirtschaft

Aktuelle Entwicklungen, veränderte Rahmenbedingungen und Konzepte für morgen: Rund 25 Konferenzen und Seminare boten eine lebendige Austauschplattform für die knapp 2.500 Teilnehmer. Über 200 hochkarätige Referenten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft informierten und diskutierten derzeitige Chancen und Herausforderungen der Branche - von internationalen Marktentwicklungen bis zu lokalen Praxisbeispielen.

Strategien für die Energiewelt von morgen

Das „Führungstreffen Energie“ eröffnete traditionell am Vortag der Fachmesse E-world energy & water den Kongress. Rainer Baake, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, erläuterte die Eckpunkte des geplanten Strommarktdesigns und betonte die Notwendigkeit einer Vernetzung von Energiewirtschaft, IT und Kommunikationstechnik. Namhafte Referenten unter anderem aus der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU), dem Europäischen Parlament sowie aus der Industrie diskutierten kontrovers die zukünftige Ausrichtung des deutschen Energiemarktes in Bezug auf Speicher, Digitalisierung und intelligente Netze.

Klimaschutzland NRW – Ehrgeizige Ziele und Maßnahmen

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte als Initiator in diesem Jahr zum 20. Mal zum „Fachkongress Zukunftsenergien“ eingeladen. Bei der Eröffnung betonten Umweltminister Johannes Remmel und Wirtschaftsminister Garrelt Duin die besondere Verantwortung als Industrie- und Energieland, die Ziele des Klimaschutzes und Energiewende zu erreichen. Die Themen Systemtransformation, virtuelle Kraftwerke, Ausbau der Windenergie und Digitalisierung standen im Brennpunkt der Vorträge. Erstmals öffnete sich der Fachkongress einem internationalen Publikum und veranstaltete ein Forum zu Energiemärkten in Dänemark, Polen, Japan und Chile.

Internationaler Gasmarkt im Fokus

Der Eröffnungsvortrag von Laszlo Varro, seit Beginn des Jahres Chefökonom der Internationalen Energieagentur, war der Höhepunkt bei der Konferenz zum „Internationalen Gasmarkt“. Nach der pointierten Analyse der Rolle von Gas in einem dekarbonisierten europäischen Energiesystem wurden die Perspektiven neuer Spieler im Markt, beispielsweise Südostasien, Iran und die USA beleuchtet. Am Nachmittag wurde unter anderem die neue Positionierung sowie Beschaffungsstrategien der Ukraine im europäischen Markt von Vertretern des Oxford Instituts for Energy Studies und Naftogaz erläutert.

Europäisches Jahr des Marktdesigns

Wo steht die Energie-Union? Was sind die Handlungsfelder der EU in 2016? Welche Rolle spielt die Windenergie? Diese Fragen diskutierten und beantworteten hochkarätige Referenten aus der Europäischen Kommission, der European Wind Energy Association, dem European Network of Transmission System Operators for Electricity (ENTSO-E) und dem Universal Smart Energy Framework (USEF) in der Konferenz zum „Europäischen Strommarkt“. Weitere Themen waren die Bedeutung von Speichern als Flexibilitätsoption, die Integration erneuerbarer Energien in die Energiemärkte sowie virtuelle Kraftwerke. Diese Vielfalt spiegelte die für dieses Jahr geplanten Reformen des Strommarktes der Europäischen Union wider.

Was kann Digitalisierung?

In diesem Jahr widmete sich erstmals eine eigene Veranstaltung dem Thema Digitalisierung. Unter dem Titel „Digitalisierung – Schöne, neue Welt?“ beleuchteten Referenten aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Chancen und Potentiale und analysierten die Auswirkungen auf tradierte Geschäftsmodelle. Neue Denkanstöße hinterließ der Eröffnungsvortrag „Was ist Digitalisierung?“ von Prof. Dr. Armin Grunwald, Leiter des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag und Professor für Technikethik und Technikphilosophie am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Namhafte Vertreter von Google, IBM, 50hertz und Energy4u erläuterten die Auswirkungen und notwendigen Veränderungen für einzelne Geschäftsbereiche, vom Netzbetrieb bis zu Marketing und Vertrieb. Die präsentierten Ideen und Werkzeuge zeigten interessante und innovative Wege der fortschreitenden Digitalisierung auf.

Kommunen und Klimaschutz

Auf großes Interesse beim Fachpublikum stieß der „Tag der Kommunen“: Mehr als 140 Teilnehmer nahmen an der Veranstaltung teil. In Kooperation mit dem Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz (SK:KK) beim Deutschen Institut für Urbanistik standen Klimaschutz- und Energieeffizienzprojekte auf städtischer und regionaler Ebene im Brennpunkt. Von der Nationalen Klimaschutzinitiative über die PlattformKLIMA bis hin zu anschaulichen Praxisbeispielen informierten unter anderem Franzjosef Schafhausen, Leiter der Abteilung Klimaschutzpolitik; Europa und Internationales im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie Vertreter aus Städten, Kommunen und Strategieberatungen über hilfreiche Fördermöglichkeiten.

Wissenschaft trifft Industrie

Das interdisziplinäre Forum „SmartER Europe“ hat erneut technische, ökonomische und informationstechnologische Aspekte der neuen Energiewelt zusammengeführt. In fünf verschiedenen Themenbereichen konnten Forscher von nationalen und internationalen Universitäten sowie der Industrie ihre Forschungsarbeiten und -ergebnisse präsentieren. Die Themenpalette reichte von Smart Markets & Business Development, ICT & Automation bis hin zu Hybrid Energy Systems und Distribution Grids. Eine Premiere war die Zusammenarbeit mit Zenit und dem enterprise europe network. Diese boten eine Plattform für interessierte Unternehmen und Forscher auf der Suche nach Kooperationspartnern mit der Möglichkeit ihre Ideen in kurzen Projekt-Pitches zu präsentieren.

Über den E-world Kongress:

Parallel zur europäischen Leitmesse E-world energy & water findet jährlich der E-world Kongress statt. In rund 25 Veranstaltungen und Seminaren analysieren und diskutieren namhafte Experten aus Industrie, Politik und Wissenschaft die aktuellen Herausforderungen und Chancen der Branche. Gemeinsam mit etablierten Partnern, darunter der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne), die European Federation of Energy Traders (EFET), die Universität Duisburg-Essen, der Bundesverband der Energiemarktdienstleister (BEMD), Kanzleien, Unternehmens- und Strategieberatungen sowie Industrieunternehmen werden vielfältige Themen angeboten. 2016 konnten zudem der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE), der Digitalverband Bitkom und die Deutsche Unternehmensinitiative Energieeffizienz (DENEFF) als Kooperationspartner gewonnen werden.

< zurück

Melden Sie sich kostenlos zum offiziellen E-world Newsletter an und erhalten Sie regelmäßig die neuesten Meldungen zur Messe!

  • Messe Essen
  • con|energy