Energieträger der Zukunft: Wasserstoff - BDO berät bei Geschäftsmodellen und Kooperationsmöglichkeiten

Die Wasserstoffindustrie befindet sich in Deutschland noch in ihren Anfängen. Doch vor dem Hintergrund von Sektorkopplung und einem steigenden Bedarf an umweltfreundlichen Energien gerät Wasserstoff zunehmend in den Fokus.

Insbesondere die Vernetzung der Bereiche Elektrizität, Wärme und Mobilität ist ein Schlüsselthema und eine Chance für die deutschen Versorgungsunternehmen.  So wird Sektorkopplung zu einem Schlüsselbegriff in der Transformation des deutschen Energiesystems.

Am vielversprechendsten gestaltet sich dabei der Einsatz von Wasserstoff. Als aus allen Energiequellen herstellbarer Energieträger, der selbst kohlenstoffrei ist und zudem als langfristiger Energiespeicher für erneuerbare Energien genutzt werden kann, hat Wasserstoff eine große Bedeutung für die Bereitstellung der Energie der Zukunft. Darüber hinaus kann er bereits kurzfristig in bestehende Netzwerke der Gaswirtschaft eingespeist werden. Bei einer Zuführung von bis zu 5 Prozent sind keinerlei negative Auswirkungen zu erwarten. „Da sich die Umstellung auf Wasserstoff in der Regel zunächst nicht rechnet, ist die Erarbeitung eines durchdachten Geschäftsmodells, einer geeigneten Finanzierung und je nach Möglichkeit auch der Fördermittelberatung absolut notwendig“, berichtet André Horn, bei BDO Experte für die Energiewirtschaft. „Ein Einstieg zum Beispiel im Rahmen eines Forschungsprojektes macht unseres Erachtens viel Sinn, um frühzeitig das Thema für sich zu erschließen. Hierbei ist es sinnvoll, Kooperationen mit anderen Energieversorgern einzugehen.“

Langfristig müssen Anbieter jedoch ins Detail einsteigen, denn zunächst rechnet sich Wasserstoff nicht. Hierbei ist in der Regel der Schulterschluss mit der Politik erforderlich. Wenn zum Beispiel ein neuer Bus beschafft wird, ist die dafür notwendige Infrastruktur gleich mit zu bedenken. Hier hat BDO im Ausschreibungsprozess als auch mit Machbarkeitsstudien verschiedene Projekte unterstützt. „Für die Versorgungswirtschaft bietet die Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur eine große Chance. Dies ist nah am aktuellen Geschäftsmodell und aus unserer Sicht daher eine vielversprechende Möglichkeit, sich mit seinen schon vorhandenen Stärken zukunftsfest aufzustellen.“ Im ersten Schritt ist eine Analyse der dafür notwendigen Produktions-, Transport- und Verteilungsinfrastruktur sinnvoll. Der Aufbau der Infrastruktur ist dabei unter anderem abhängig von der regionalen Nachfrage nach Wasserstoff, den Kosten des Transportes zwischen Erzeugungsort und Nachfragezentren sowie der Verfügbarkeit von Primärenergie. André Horn über die Bedeutung von Wasserstoff: „Diese Entwicklungen zu ignorieren, bringt nichts. In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Studien erschienen, die dem Wasserstoff langfristig eine bedeutende Rolle – insbesondere im Verkehrssektor – einräumen.“ Auch die Bundesregierung fördert die Markteinführung von Technologien der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.

Interessenten erhalten Informationen am BDO Messestand auf der E-World 2020 in Halle 4, 4-522.

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