EWE und GASCADE bündeln Kräfte für den Aufbau der Wasserstoff-Infrastruktur

Oldenburg/Kassel, 9. Februar 2024. Mit dem Projekt „Flow – making hydrogen happen“ entsteht ein leistungsstarkes Pipeline-System für CO2-neutralen Wasserstoff, das von der Ostsee bis in den Südwesten Deutschlands verläuft. Der Energiedienstleister und Speicherbetreiber EWE ist dem Kooperationsprojekt der Gastransportnetzbetreiber GASCADE, ONTRAS und terranets bw jetzt als assoziierter Partner mit Erfahrungen bei der Wasserstoff-Speicherung beigetreten. Dafür haben EWE und GASCADE eine Vereinbarung unterzeichnet. Ziel ist es, die Aktivitäten stärker zu koordinieren und gemeinsam den Hochlauf einer Wasserstoff-Wirtschaft voranzutreiben. 

„Die nationale Wasserstoff-Strategie der Bundesregierung verdeutlicht die Wichtigkeit des Energieträgers Wasserstoff. Jetzt heißt es dranbleiben und die Strategie mit Leben zu füllen, für eine klimaneutrale Energiezukunft. Um Wasserstoff-Aktivitäten gemeinsam voranzubringen, ist aus unserer Sicht das koordinierte Vorgehen der relevanten Player und ein großes Branchen-Netzwerk erforderlich. Dafür sind Projekte wie ‚Flow – making hydrogen happen‘ sehr wichtig”, sagt Peter Schmidt, Geschäftsführer der EWE GASSPEICHER GmbH. 

Wasserstoff-Speicher: Voraussetzung für erfolgreichen Markthochlauf 

Infrastrukturen zu etablieren ist Schmidt zufolge die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Wasserstoff-Markthochlauf. Neben dem Kernnetz spielen Wasserstoff-Speicher dabei eine zentrale Rolle. Sie leisten einen entscheidenden Beitrag zur Liefersicherheit für Kunden und zur Systemstabilität, insbesondere in einem künftig stark auf erneuerbare Energien ausgelegten Energiesystem. Anerkannte Studien mit Langfristszenarien prognostizieren sehr hohe Speicherbedarfe, die neben einer sorgfältig geplanten Umrüstung von unterirdischen Bestandskavernen auch den Kavernenneubau notwendig machen. „Wir stehen bereit, benötigen jedoch einen verlässlichen regulatorischen und finanziellen Rahmen, um entsprechende Projekte umsetzen zu können“, betont Peter Schmidt.  

EWE ist in verschiedenen Projekten entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette aktiv, so auch in Rüdersdorf bei Berlin. Dort testet das Unternehmen aktuell einen unterirdischen Kavernenspeicher und erbringt den Nachweis, dass Wasserstoff sicher in Salzkavernen gespeichert werden kann, als wichtiger Schritt für die Übertragbarkeit auf große Kavernenspeicher mit dem 1.000-fachen Volumen. „Insgesamt wäre das die Basis, aus erneuerbaren Energien erzeugten Wasserstoff in großen Mengen speicherfähig und bedarfsgerecht nutzbar zu machen – für eine nachhaltige und sichere Energieversorgung“, so Peter Schmidt. 

Rüdersdorf: EWE-Gasspeicherstandort hat Potenzial für Integration in „Flow – making hydrogen happen“ 

Der EWE-Gasspeicherstandort Rüdersdorf zeichnet sich durch eine günstige Lage im zukünftigen Wasserstoff-System aus. „Neben der Nähe zum geplanten Kernnetz und zur Metropolregion Berlin, ist es der nächstgelegene Speicher für Import- und Erzeugungsprojekte rund um Lubmin. Nicht zuletzt aus diesem Grund treten wir der Initiative bei, die den entsprechenden Transportkorridor von Lubmin über Berlin bis nach Bayern und Baden-Württemberg umfasst“, erläutert Peter Schmidt. 

Ulrich Benterbusch, Geschäftsführer des Gastransportnetzbetreibers GASCADE ergänzt: „Das Wasserstoff-Kernnetz ist aus unserer Sicht elementar beim Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur. Wasserstoff-Speicher sind ein unabdingbarer Bestandteil der zukünftigen Wasserstoff-Infrastruktur, um ein Höchstmaß an Versorgungssicherheit und Systemstabilität zu gewährleisten. Damit ausreichend Wasserstoff-Speicherkapazitäten im Einklang mit dem Aufbau des Kernnetzes zur Verfügung stehen können, braucht es entsprechende Rahmenbedingungen. Wichtig dabei ist es, Aktivitäten zu bündeln und das politisch gewollte Gesellschaftsziel der Dekarbonisierung voranzutreiben. Aus diesem Grund arbeiten wir bei ‚Flow – making hydrogen happen‘ mit Projektpartnern entlang der kompletten Wertschöpfungskette der Wasserstoff-Wirtschaft zusammen.“  

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EWE auf der E-world 2024: Halle 1, Stand 1E110 

GASCADE auf der E-world 2024: Halle 2, Stand 2D118 

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Ansprechpartner für Medien: 

EWE AG 

Nadine Auras 

Pressesprecherin 

T. +49 3341 382-103 

M.: nadine.auras@ewe.de  

GASCADE Gastransport GmbH  

Arne Kupetz 

Pressesprecher 

T. +49 561 934-3636 

M.: arne.kupetz@gascade.de  
 

Über EWE 

Als innovativer Dienstleister ist EWE in den Geschäftsfeldern Energie, Telekommunikation und Informationstechnologie aktiv. Mit über 10.100 Mitarbeitenden und 8,6 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2022 gehört EWE zu den großen Energieunternehmen in Deutschland. Das Unternehmen mit Hauptsitz im niedersächsischen Oldenburg befindet sich überwiegend in kommunaler Hand. Es beliefert im Nordwesten Deutschlands, in Brandenburg und auf Rügen sowie in Teilen Polens rund 1,4 Millionen Kundinnen und Kunden mit Strom, rund 0,7 Millionen mit Erdgas sowie rund 0,7 Millionen mit Telekommunikationsdienstleistungen. EWE nimmt eine Vorreiterrolle in den Bereichen Versorgungssicherheit, Klimaschutz und digitale Teilhabe ein. Dafür investiert der Konzern in den kommenden Jahren über eine Milliarde Euro in die Erweiterung der Glasfaserinfrastruktur, vier Milliarden Euro in die Errichtung neuer Windkraftanlagen und ist führend im Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur. Mehr über EWE erfahren Sie auf www.ewe.com.  

Über GASCADE 

Die GASCADE Gastransport GmbH betreibt ein deutschlandweites Gasfernleitungsnetz. Die Netzgesellschaft mit Sitz in Kassel bietet ihren Kunden über ein eigenes, rund 3.700 Kilometer langes Hochdruck-Pipelinenetz moderne und wettbewerbsfähige Transportdienstleistungen für Erdgas und zukünftig auch andere Gase im Herzen Europas. GASCADE verfolgt das Ziel, ihr Leitungsnetz sukzessive auf den Transport von Wasserstoff umzustellen und ist daher in mehreren On- und Offshore-Wasserstoff-Projekten aktiv. Mehr über GASCADE erfahren Sie auf www.gascade.de  

Über „Flow – making hydrogen happen“ 

„Flow – making hydrogen happen“ schafft ein Pipeline-System für grünen Wasserstoff, das von der Ostsee bis in den Südwesten Deutschlands verläuft. Um die Wasserstoff-Potenziale des Ostsee-Raums zu erschließen und durch die schnelle Realisierung zu einer zentralen Achse für den Transport von Wasserstoff zu werden, sollen erste Transportkapazitäten ab 2025 bereitstehen. Perspektivisch soll dieser Transportkorridor fünf europäische Nachbarländer verbinden und den Wasserstoff-Hochlauf national und international beschleunigen. Viele starke assoziierte Partner tragen dazu bei und stehen mit ihren Projekten in den Startlöchern. Weitere Infos finden Sie hier: www.flow-hydrogen.com. 

  

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